Private Krankenversicherung für Beamte
Weltweiter Kranken-versicherungs-schutz für Beamte
Sie sind Beamtenanwärter, Beamter der auswärtigen Dienste oder mitausreisender Partner eines Bundeswehrsoldaten und beihilfeberechtigt?
Dann benötigen Sie eine private Krankenversicherung für Beamte. Bei Auswahl des passenden Ergänzungstarifs zur Beihilfe sollten Sie wichtige Punkte beachten: Sind Sie und Ihre Familie ausreichend krankenversichert? Gilt Ihre Police in jedem Land uneingeschränkt und ohne Regionalzuschläge? Lassen Sie sich beraten, um den besten Tarif zu finden.
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Das Wichtigste zur privaten Krankenversicherung auf einen Blick
Weltweiter Krankenversicherungsschutz für den auswärtigen Dienst
Ergänzend zu Ihrer Beihilfe benötigen Sie im auswärtigen Dienst eine Krankenversicherung für umfassenden Schutz weltweit, damit Sie möglichst alle Kosten erstattet bekommen.
Flexibilität für Entsendungen sicherstellen
Achten Sie vor Abschluss darauf, dass Ihre private Krankenversicherung ohne Regionalzuschläge in allen Ländern gültig ist.
Individuelle Zusatzoptionen wählen
Nutzen Sie auch die Beihilfeergänzungstarife Ihrer Versicherung für eine umfangreichere Kostendeckung in Bereichen wie Zahnbehandlungen, Psychotherapie und Krankenhausaufenthalte.
Inhalt
Ihr Start in den Auswärtigen Dienst – von der Akademie in die weite Welt
Sie haben es geschafft. Die Zusage für die Akademie Auswärtiger Dienst (AkAD) liegt vor, der Traum vom internationalen Einsatz wird Realität. Neue Sprachen, neue Kulturen, Verantwortung für Deutschland im Ausland – Ihr Berufsweg beginnt global. Genau jetzt stellen Sie die Weichen für Ihre Zukunft.
Als Beamtenanwärterin oder Beamtenanwärter sind Sie bereits mit dem Start der Akademie beihilfeberechtigt – aber die Beihilfe übernimmt nur einen Teil der Kosten im Krankheitsfall. Eine private Krankenversicherung für Beamte ist kein bürokratisches Detail, sondern ein strategischer Bestandteil Ihrer Lebensplanung. Sie entscheidet darüber, ob Sie und Ihre Familie weltweit gut, flexibel, leistungsstark und ohne finanzielle Risiken abgesichert sind.
Gerade für Beamtinnen und Beamte im Auswärtigen Dienst sowie mitausreisende Partnerinnen und Partner von Soldatinnen und Soldaten gelten besondere Anforderungen, die auch im Versicherungsschutz berücksichtigt werden müssen: häufige Versetzungen, Posten außerhalb der EU, unterschiedliche Gesundheitssysteme und teilweise eingeschränkte medizinische Infrastruktur. Eine gewöhnliche Lösung reicht hier nicht. Sie benötigen daher einen Tarif, der weltweit uneingeschränkt gilt und langfristig stabil kalkuliert ist – ohne Zuschläge oder Einschränkungen bei Entsendung.
Weltweiter Krankenversicherungsschutz für Beamtenanwärter, Beamtinnen und Beamte
Als Beamtin oder Beamter erhalten Sie im Krankheitsfall von Ihrem Dienstherrn eine Beihilfe. Diese Beihilfe ersetzt Ihre Krankheitskosten nicht in voller Höhe. Deshalb gibt es die private Kranken-Vollversicherung für Beamtinnen und Beamte. Sie ergänzt den Beihilfebemessungssatz für ambulante und stationäre Kosten sowie zahnärztliche Behandlungen auf bis zu 100 Prozent.
Wichtig ist, sich mindestens ein Jahr vor der ersten Auslandsverwendung um die richtige Krankenversicherung zu kümmern. Sobald Sie mal krank waren oder der erste Posten im Ausland in greifbare Nähe kommt, kann es sehr knapp werden. Wenn Ihre private Krankenversicherung Ihnen wegen der Versetzung kündigt, haben Sie ein Problem. Kümmern Sie sich also unbedingt vor Ihrem Dienstantritt um Ihren Krankenversicherungsschutz.
Viele unterschätzen diesen Zeitpunkt. Doch wer zu spät handelt, riskiert Zuschläge, Leistungsausschlüsse oder den Verlust attraktiver Anwärterkonditionen. Wer früh entscheidet, sichert sich günstige Einstiegstarife, stabile Altersrückstellungen und maximale Flexibilität für die gesamte Laufbahn – vom ersten Ausbildungsjahr bis zum Botschafterposten.
Unsere Partner beraten Sie gern und erstellen für Sie und Ihre individuellen Bedürfnisse ein persönliches Angebot. Bitte teilen Sie uns über das Anfrageformular die wichtigsten Eckpunkte vertraulich mit und wir lassen innerhalb von 48 Stunden Kontakt durch den entsprechenden Partner zu Ihnen aufnehmen. Voranfragen an relevante Krankenversicherer führen unsere Experten erst nach Ihrer Zustimmung durch.
Warum Beamtinnen und Beamte eine private Krankenversicherung benötigen
Mit Ihrer Ernennung zur Beamtenanwärterin oder zum Beamtenanwärter stehen Sie vor einer Grundsatzentscheidung: gesetzliche Krankenversicherung (GKV) oder private Krankenversicherung (PKV)? Für Beamte ist diese Frage keine Lifestyle-Option, sondern eine strukturelle Systementscheidung.
Darum ist die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für Beamte nicht geeignet
Die gesetzliche Krankenversicherung funktioniert nach dem Solidarprinzip:
- Beitrag abhängig vom Einkommen
- Leistungen gesetzlich definiert
- keine individuelle Tarifgestaltung
- keine weltweite Gültigkeit
- Beihilfe wird nicht direkt integriert
Als Beamter und Beamtin erhalten Sie jedoch Beihilfe von Ihrem Dienstherrn, je nach Behandlung 50 bis 70 Prozent der erstattungsfähigen Kosten. Ihre Kinder erhalten 80 Prozent Beihilfe. Die GKV ist für das Beihilfesystem nicht konzipiert. Sie müssen dennoch den vollen Arbeitnehmerbeitrag zahlen – ohne dass die Beihilfe systematisch angerechnet wird. Das bedeutet: Sie zahlen Beiträge, als gäbe es keine Beihilfe – und verzichten gleichzeitig auf individuelle Leistungsoptionen.
Bitte beachten Sie auch, dass bei Abschluss einer nicht beihilfekonformen Krankenversicherung in der GKV für die Beantragung von Beihilfe jedem Rechnungsbeleg ein Erstattungsnachweis der Krankenversicherung beigefügt werden muss, bzw. ein Nachweis darüber, dass die Kosten nicht erstattet wurden.
Vorteile der privaten Krankenversicherung (PKV) für Beamte
Die private Krankenversicherung für Beamte ist exakt auf das Beihilfesystem abgestimmt. Sie versichert nur den verbleibenden Restkostenanteil nach Abzug der Beihilfe – also typischerweise 30 bis 50 Prozent der Behandlungskosten und 20 Prozent für die Behandlungskosten Ihrer Kinder.
Vorteile im Überblick:
- Beitragsberechnung nach Eintrittsalter und Gesundheitszustand – nicht nach Einkommen
- individuelle Tarifwahl (Einbettzimmer, Chefarzt, Zahnleistungen, Psychotherapie etc.)
- weltweiter Versicherungsschutz möglich
- Bildung von Altersrückstellungen
Gerade im Auswärtigen Dienst ist der weltweite Schutz entscheidend. Viele GKV-Modelle bieten hier nur eingeschränkte oder zeitlich begrenzte Leistungen. Eine leistungsstarke PKV kann hingegen zeitlich unbegrenzte Auslandsgeltung ohne Zuschläge ermöglichen – sofern der Tarif gut gewählt wurde. Als Beamtenanwärter im Auswärtigen Dienst benötigen Sie daher eine Lösung, die Ihre internationale Mobilität, Ihre Karriereplanung und Ihre langfristige Versorgung berücksichtigt. Genau deshalb ist die private Krankenversicherung für Beamte in den meisten Fällen nicht nur sinnvoll, sondern strukturell die konsequente Wahl.
Garantierte Aufnahme
Die private Krankenversicherung garantiert allen Beamten zu Beginn ihrer Laufbahn eine Aufnahme – und zwar dann, wenn erstmalig ein Beihilfeanspruch entsteht. Dafür sorgt die sogenannte Öffnungsaktion – vielfach auch unter dem Begriff Öffnungsklausel bekannt. Diese stellt sicher, dass niemand aufgrund einer Vorerkrankung oder einer Behinderung abgelehnt wird. Einzige Voraussetzung: Der Antrag muss innerhalb eines halben Jahres nach der Verbeamtung gestellt werden.
Damit haben sich die teilnehmenden Versicherungsunternehmen freiwillig auf eine Art Kontrahierungszwang für Beamte verpflichtet.
Gut zu wissen: Seit 2019 gilt dieser Anspruch ebenfalls für Beamte in der Ausbildung. Und auch die engsten Angehörigen können von der Öffnungsaktion profitieren.
Beihilfeergänzungstarife für vollen Schutz
Die Beihilfe übernimmt beihilfefähige Aufwendungen der medizinischen Behandlung – es können allerdings Eigenbehalte, Begrenzungen oder Ausschlüsse greifen. Genau hier setzen Beihilfeergänzungstarife der PKV an: Sie übernehmen Kosten, die von der Beihilfe nicht oder nur teilweise erstattet werden.
Für Beamtenanwärter (insbesondere mit späterer Auslandslaufbahn) sind diese Zusatztarife passgenau abschließbar, damit sie die Absicherung planbarer machen: weniger Überraschungen bei Zahnersatz, Wahlleistungen im Krankenhaus, bestimmten Heil-/Hilfsmitteln oder bei Leistungskürzungen durch Beihilfevorschriften.
Wichtig dabei: Nicht jede PKV hat automatisch einen starken Ergänzungstarif, der wirklich gut zu Ihrer Situation passt, und die Ausgestaltung variiert deutlich – deshalb ist eine Beratung mit einem fundierten Tarifvergleich dringend zu empfehlen.
Günstige Einstiegstarife
Für Beamtenanwärter gibt es besondere Einstiegstarife. Sie sind deutlich günstiger als spätere Beihilfetarife und sichern Ihnen bei frühzeitigem Abschluss eine unproblematische Gesundheitsprüfung, ein günstiges Eintrittsalter und leistungsstarke Beihilfeergänzungstarife.
Wer sich direkt zu Beginn der Laufbahn gut entscheidet, profitiert somit über Jahrzehnte. Wer abwartet, riskiert Beitragszuschläge oder eine eingeschränkte Tarifauswahl.
Weltweiter Versicherungsschutz ohne Regionalzuschläge
Für Beamte im Auswärtigen Dienst ist weltweite Mobilität kein Ausnahmefall, sondern Teil der Laufbahn. Genau deshalb ist ein weltweiter Versicherungsschutz ohne Regionalzuschläge einer der wichtigsten Punkte bei der Auswahl Ihrer privaten Krankenversicherung.
Entscheidend ist: Nur sehr wenige Versicherer bieten diese Konstellation tatsächlich an. Deshalb sollte der Versicherungsschutz idealerweise mindestens ein Jahr vor der ersten Auslandsverwendung abgeschlossen werden. Wer frühzeitig eine passende Lösung wählt, sichert sich Planungssicherheit für die gesamte internationale Laufbahn – vom ersten Posten bis zur Rückkehr nach Deutschland.
Welcher Versicherungsschutz wird für Beamte des Auswärtigen Amts empfohlen?
Das Auswärtige Amt selbst gibt grundsätzlich keine Empfehlungen ab. Unsere Empfehlung für die Beamten im Auswärtigen Amt lautet daher: Prüfen Sie vor dem ersten Abschluss der Versicherung – zumindest rechtzeitig vor einer Auslandsverwendung –, ob der Tarif Ihrer privaten Krankenversicherung auch im Ausland ohne Zuschläge oder Abstriche gültig ist. Nur wenige private Krankenversicherungen kennen sich mit diesen Auslandsversicherungen aus und sind ein geeigneter Partner während Ihrer Zeit im Auswärtigen Dienst.
Geeignete Partner sind die Krankenversicherer, die seit Jahrzehnten diese Kunden betreuen und keine Regionalzuschläge erheben (zum Beispiel DBV, DeBeKa und Allianz Private Krankenversicherung).
So finden Sie die richtige private Krankenversicherung für Beamte
Es gibt für Beamtenanwärter und Beamte nur wenige passgenaue Tarife. Sobald Sie auf Posten sind, können Sie Ihre private Krankenversicherung offiziell nicht mehr wechseln. Klären Sie Ihren Krankenversicherungsschutz daher so früh wie möglich und lassen Sie sich schriftlich bestätigen, dass Ihr Versicherer Ihnen auch außerhalb Deutschlands und der EU weltweit zeitlich unbegrenzten Versicherungsschutz anbietet, ohne dafür einen Mehrbeitrag zu fordern.
Mit Beihilfeergänzungstarifen der PKV und erweiternden Zusatzbausteinen können Beamte ihre Absicherung gut optimieren, wie beispielsweise Einbettzimmer, Pflegezusatz oder Krankenhaustagegeld für Beamte. Das beinhaltet eine Zukunftsgarantie: Mit den Beihilfeergänzungstarifen schließen Sie heutige und zukünftige Beihilfelücken bei gesetzlichen Kürzungen.
In besonderen Leistungsbereichen unterscheiden sich die privaten Anbieter deutlich voneinander. Das gilt zum Beispiel für Rehabilitation (ReHa) und Pflegeleistungen. Hier lohnt sich der Vergleich besonders.
Fragen Sie auch nach den Lösungen für eine Beitragsrückerstattung (BRE) – diese kann zu erheblichen Entlastungen Ihrer laufenden Beiträge führen. Es gibt meistens erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen.
Achtung: Die bekannten Vergleichsportale für Versicherungen sind nicht auf Sie als Beschäftigte im Auswärtigen Dienst ausgelegt. Daher werden Ihre Besonderheiten dort nicht berücksichtigt. Wenn Sie das später im Ausland feststellen, ist es zu spät. Fragen Sie ruhig mal in Ihrem Beihilfe-Referat nach, mit welchen privaten Krankenversicherern es gut und reibungslos läuft.
Diese Tarifmerkmale sind für Sie besonders relevant und sollten daher unbedingt über Beihilfeergänzungstarife sowie durch erweiternde Zusatzbausteine abgedeckt sein:
100 Prozent weltweit und digital
Weltweiter Schutz und digitale Services von medizinischer Hotline bis Patientenbegleiter sind für Entsendungen besonders elementar. Über eine App oder ein Portal können Sie bei einigen Krankenversicherungen für Beamte Ihre Verträge und persönlichen Daten zudem einfach zentral verwalten und datenschutzkonform kommunizieren.
100 Prozent Kostendeckung beim Arzt
Mit ihrem PKV-Tarif können Beamte ihre Kostenlücke bei ambulanten Leistungen schließen. Der Versicherer übernimmt dann zusammen mit Ihrer Beihilfe Ihre ambulanten Rechnungen und Kosten. Zudem beinhaltet der Tarif viele weitere Leistungen bis zur vollen Höhe, sofern es sich um beihilfefähige Aufwendungen handelt.
100 Prozent Kostendeckung im Krankenhaus
Bei stationären Aufenthalten sollte der Versicherer eine Behandlung durch Wahlärzte (Chefärzte) und Spezialisten sowie eine Unterbringung im Zweibettzimmer oder Einbettzimmer anbieten. Die Beamten zahlen bei stationärer Unterbringung einen kleinen Eigenanteil. Dieser lässt sich in bestimmten Tarifen ebenfalls versichern.
100 Prozent Kostendeckung beim Zahnarzt
Abhängig von Ihrer Beihilfe sollte der Versicherer Ihre Kosten für Zahnbehandlungen, Prophylaxe, Zahnersatz und Inlays erstatten. Auf Wunsch können Beamte auch ihre Kostenlücke bei zahntechnischen Leistungen und anderen Erstattungslücken (zum Beispiel Implantate) schließen.
Psychotherapie
Je nach Tarif und Ihrer Situation (Beihilfe oder Heilfürsorge, je nach Land oder Bund) können Sie die Erstattung für Psychotherapie von 5 bis zu 95 Prozent Erstattung für Psychotherapie mit bis zu 30 Sitzungen einschließen.
Was kostet die private Krankenversicherung für Beamte?
Die Kosten für die Tarife richten sich nach dem Beihilfesatz und dem Eintrittsalter. Neben dem Alter spielt aber auch der Gesundheitszustand eine erhebliche Rolle für die Höhe der Beiträge. Leichte Vorerkrankungen können bereits zu Beitragszuschlägen führen. Diese werden in der Regel aber nicht auf den Anwärtertarif erhoben, sondern nur auf den normalen Beihilfetarif für Beamtinnen und Beamte. Das sollte auf jeden Fall dringend vor Abschluss mit der PKV geklärt werden.
Fazit: Auf weltweiten privaten Krankenversicherungsschutz ohne regionale Zuschläge achten
Die private Krankenversicherung (PKV) für Beamte und Anwärter bietet passgenaue Tarife zur umfassenden Absicherung in Kombination mit der Beihilfe. Im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) können Beamte in der PKV individuelle Tarife wählen, die ihren Bedürfnissen und ihrem Alter entsprechen. Für die Auswahl der geeigneten Versicherung gilt: Der weltweite Krankenversicherungsschutz ohne regionale Zuschläge sollte unbedingt sichergestellt sein. Dies bieten nur wenige Versicherer an, sodass eine sachkundige Beratung entscheidend ist.
Häufig gestellte Fragen zur weltweiten privaten Krankenversicherung für Beamte
Was ist der Unterschied zwischen einer privaten Krankenversicherung (PKV) und der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Beamtenanwärter?
Für Beamte auf Widerruf gelten spezielle Regelungen. Während die GKV für Beamte nur eingeschränkt zugänglich ist und die Beihilfe als Unterstützung dient, ermöglicht die PKV eine umfassendere Absicherung. Die Beihilfe übernimmt einen Teil der Kosten, während die PKV individuelle Tarife und Leistungen anbietet. Alle Informationen erhalten Sie durch eine umfassende Beratung.
Welche Leistungen werden von einer privaten Krankenversicherung für Beamtenanwärter abgedeckt?
Die Leistungen einer privaten Krankenversicherung (PKV) für Beamtenanwärter variieren je nach gewähltem Tarif. Typischerweise umfassen sie eine breite Palette medizinischer Leistungen, einschließlich ambulanter und stationärer Behandlungen, Zahnversorgung, Vorsorgeuntersuchungen und teilweise auch alternative Heilmethoden.
Welche Rolle spielt die Beihilfe bei der privaten Krankenversicherung für Beamtenanwärter?
Die Beihilfe ist ein wichtiger Bestandteil der Absicherung von Beamtenanwärtern. Sie übernimmt einen prozentualen Anteil der Krankheitskosten und ergänzt somit die Leistungen der privaten Krankenversicherung (PKV). In der gesetzlichen Krankenversicherung ist das Einkommen entscheidend. In der privaten Krankenversicherung geht es um den Beihilfesatz – zum Beispiel 50 Prozent für Alleinstehende oder verheiratete Beamte, bzw. 70 Prozent für Verheiratete ab dem 2. Kind.
Gilt die private Krankenversicherung für Beamtenanwärter unabhängig vom Alter?
Ja, grundsätzlich ist die private Krankenversicherung (PKV) für Beamtenanwärter unabhängig vom Alter gültig. Allerdings können die Kosten je nach Eintrittsalter variieren. Frühzeitiger Eintritt kann in der Regel zu günstigeren Tarifen führen, während ältere Anwärter mit höheren Prämien rechnen müssen.
Wie vergleichen sich die Kosten der privaten Krankenversicherung (PKV) mit denen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Beamtenanwärter?
Die Kosten der privaten Krankenversicherung (PKV) für Beamtenanwärter hängen von verschiedenen Faktoren ab, darunter Alter, Gesundheitszustand und gewählter Tarif. Im Allgemeinen bieten PKV-Tarife eine individuellere Auswahl an Leistungen, können aber auch teurer sein. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bietet in der Regel einheitliche Tarife, aber weniger individuelle Leistungen.
Welche PKV ist die Beste für Beamte?
Die beste PKV für Entsendebeamte ist die, mit der Sie Ihr Leben lang weltweit ohne Einschränkungen versichert sind. Für die Beschäftigten im Auswärtigen Dienst gibt es nur zwei oder drei infrage kommende Anbieter. Die relevanten Informationen dazu erhalten Sie über eine fundierte Beratung durch unsere Partner.
Wie hoch sind die Kosten der privaten Krankenversicherung für Beamte?
Als Beamtenanwärter zahlen Sie zunächst einen deutlich geringeren Beitrag, aber mit der eigentlichen Verbeamtung wird der Beitrag auf das errechnete Niveau angepasst. Die Kosten im Gesundheitswesen steigen, und nach und nach müssen die Krankenversicherer die Beiträge daher anpassen. Die ersten Angebote werden auf Basis von Gesundheitsfragen errechnet.
Wer zahlt die private Krankenversicherung in Elternzeit für Beamte?
Während der Elternzeit erhalten Beamte keine Dienstbezüge, daher zahlen sie ihre PKV-Beiträge selbst – in der Regel aus dem Elterngeld. Der entscheidende Vorteil für Beamte: Auch in der Elternzeit bleibt die Beihilfe bestehen, und der Beihilfesatz steigt häufig (zum Beispiel von 50 auf 70 Prozent). Dadurch sinkt der Anteil, den man privat absichern muss.
Brauche ich als Beamter auf Widerruf und Beamter auf Lebenszeit eine private Krankenversicherung?
Als Beamtenanwärter – also als Beamter auf Widerruf – und später als Beamter auf Lebenszeit übernimmt Ihr Dienstherr mit der Beihilfe einen Teil Ihrer Krankheitskosten. Aber: Je nach Familiensituation und Dienstherr sind das in der Regel nur zwischen 50 und 70 Prozent (für mitversicherte Kinder 80 Prozent). Mit einer privaten Krankenversicherung gleichen Sie die bestehende Lücke aus, profitieren von umfassenden Leistungen und sind privat versichert bestens versorgt.
Wann muss ich meine private Krankenversicherung (Beihilfetarif) beantragen?
Am besten, sobald eine Zusage zur Berufung als Beamtenanwärter vorliegt.
Muss ich Gesundheitsangaben machen, wenn ich als Beamtenanwärter eine private Krankenversicherung beantrage?
Ja. Jeder muss beim Antrag Gesundheitsfragen beantworten. Falsche Informationen können zur Leistungsverweigerung und Kündigung der Versicherung führen.
Wie kann ich meinen Ehepartner oder meine Partnerin aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung bekommen?
Solange das Einkommen des Ehepartners oder der Partnerin unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) liegt, besteht eine Pflichtversicherung. Endet diese Beschäftigung, zum Beispiel weil Sie ins Ausland entsendet werden, bekommt Ihr/e Ehepartner/in 70 Prozent Beihilfe und kann eine entsprechende private Restkostenversicherung abschließen.
Wegen der dann anstehenden Gesundheitsfragen empfehlen wir, so früh wie möglich eine Anwartschaft oder eine Wechseloption abzuschließen. Dann klappt der Wechsel in die private Krankenversicherung auch ohne Gesundheitsfragen und ohne Wartezeiten.
Woher weiß ich, ob meine private Krankenversicherung auch leistet, wenn ich im Ausland bin?
Hier ist zu unterscheiden, ob Sie kurzfristig via Abordnung oder längerfristig via Entsendung im Ausland sind. Bei der Abordnung genügt meistens eine Ausdehnungsvereinbarung, die Sie sich von der privaten Krankenversicherung zusenden lassen sollten. Im Falle einer Entsendung muss so lange wie möglich vor der Ausreise sichergestellt sein, dass Sie im Ausland weiterhin ohne Zuschläge versichert sind. Auch diese Informationen sollten Sie schriftlich anfordern. Dies bieten u.a. Allianz und DeBeKa auf Anfrage an.
Muss ich meine Belege bei der Beihilfestelle und bei der PKV parallel einreichen?
Das kommt auf die Versicherung an. Offiziell müssen die Belege parallel eingereicht werden. Das ist bei den PKV in der Regel über eine App möglich.
Muss ich mit meinem Beihilfeantrag Originalbelege einreichen?
Bitte übersenden Sie ausschließlich Zweitschriften oder Kopien. Eingereichte Belege werden unmittelbar nach der Antragsbearbeitung vernichtet.
Werden Beiträge im Alter für Beamte nicht unbezahlbar?
Nein. Dafür sorgen die sogenannten Altersrückstellungen, wenn Sie privat versichert sind: Ein Teil Ihrer Beiträge wird für die Entlastung Ihrer Beiträge ab dem 65. Lebensjahr zurückgestellt. Das ist in der PKV genau reguliert. Die Beihilfe selbst zahlt der Dienstherr weiter.
Kann ich Kinder ohne Wartezeiten nachversichern?
Ja – grundsätzlich können Kinder von Beamten bis zwei Monate nach ihrer Geburt ohne Wartezeit nachversichert werden. Achten Sie darauf, dass Geburtsschäden und angeborene Krankheiten der Kinder bedingungsgemäß mitversichert sind. Kinder von Beamten haben in der Regel Anspruch auf 80 Prozent Beihilfe.
Kann ich meinen Ehepartner ohne Wartezeiten nachversichern?
Ja – sobald sich der Status des Ehepartners dahingehend verändert, dass dieser über Sie einen Beihilfeanspruch erlangt. Dies muss innerhalb einer Frist von in der Regel sechs Monaten nach der Verbeamtung erfolgen, aber sofern die private Krankenversicherung sich an die Öffnungsklausel für Beamte hält, werden sogar Vorerkrankungen mitversichert.
Was bedeutet Öffnungsaktion oder Öffnungsklausel?
Die private Krankenversicherung garantiert allen Beamten zu Beginn ihrer Laufbahn eine Aufnahme. Dafür sorgt die sogenannte Öffnungsaktion – vielfach auch unter dem Begriff Öffnungsklausel bekannt. Diese stellt sicher, dass niemand aufgrund einer Vorerkrankung oder einer Behinderung abgelehnt wird. Einzige Voraussetzung: Der Antrag muss innerhalb eines halben Jahres nach der Verbeamtung gestellt werden.
Damit haben sich die teilnehmenden Versicherungsunternehmen freiwillig auf eine Art Kontrahierungszwang für Beamte verpflichtet. Seit 2019 gilt dieser Anspruch auch für Beamte in der Ausbildung. Und auch die engsten Angehörigen können von der Öffnungsaktion profitieren.
Welche Nachteile hat die Öffnungsaktion der PKV für Beamte mit Vorerkrankungen?
Die Öffnungsaktion (auch Öffnungsklausel genannt) ist für Beamte ein wichtiges Instrument, um trotz vorhandener Vorerkrankungen Zugang zur privaten Krankenversicherung zu erhalten. Dennoch hat sie einige Nachteile, die Sie kennen sollten, bevor Sie sich darauf verlassen – insbesondere wenn Sie langfristig eine leistungsstarke und flexible PKV anstreben.
1. Dauerhafte Risikozuschläge können teuer werden
Wenn Sie die Öffnungsaktion nutzen, kann ein Risikozuschlag von bis zu 30 Prozent auf Ihren Beitrag erhoben werden. Dieser Zuschlag bleibt meist dauerhaft bestehen, selbst wenn sich Ihr Gesundheitszustand verbessert. Über Jahrzehnte summieren sich diese Mehrkosten erheblich.
2. Eingeschränkte Tarif- und Leistungswahl
Tarife, die im Rahmen der Öffnungsaktion angeboten werden, enthalten häufig nur Basisschutz gemäß Beihilfeverordnung. Komfort- oder Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlung, spezieller Krankenhauskomfort oder bestimmte Zusatzbausteine sind oft nicht verfügbar.
3. Begrenzte Auswahl an Versicherern und Tarifen
Nicht alle privaten Krankenversicherer nehmen an der Öffnungsaktion teil. Das schränkt Ihre Auswahl ein und kann dazu führen, dass Sie nicht den für Ihre Bedürfnisse besten oder günstigsten Tarif wählen können.
4. Einmalige Chance mit kurzer Frist
Die Öffnungsaktion gilt nur für einen begrenzten Zeitraum – in der Regel sechs Monate nach Ihrer Verbeamtung. Verpassen Sie diese Frist, verfällt der Anspruch.
5. Tarifwechsel später schwieriger
Ein späterer Wechsel zu einem anderen PKV-Tarif oder Anbieter kann komplizierter sein und dazu führen, dass Sie einen Großteil Ihrer Altersrückstellungen verlieren, was langfristig höhere Beiträge bedeutet.
Diese Punkte zeigen: Die Öffnungsaktion ist eine wertvolle Einstiegshilfe – vor allem bei gesundheitlichen Einschränkungen – aber keine uneingeschränkt optimale Lösung für die langfristige Versorgung. Ein sorgfältiger Vergleich lohnt sich und sollte idealerweise schon vor Antragstellung erfolgen.